Kinderhilfswerk Staefa
Hilfe für Burma
Spendenaufruf
Der Verein Hilfswerk Nongkai mit Sitz in Stäfa unterstützt seit 2006 Bergdörfer des Karenstammes im thailändischen Grenzgebiet zu Burma. Der in Thailand lebende Präsident besuchte im vergangenen Monat das Krisengebiet zusammen mit seiner Frau und dem langjährigen Thai Mitarbeiter Anurak Poonoo.
Die über 1500 km lange Fahrt nach Maesot in der Provinz Tac war streckenweise abenteuerlich und wegen der vielen Checkpoints mit Durchsuchen des Fahrzeugs durch die Armee erschwert. Dank der guten Beziehungen von Anurak erhielten wir die Erlaubnis die verschiedenen Spitäler längs der Grenze zu Burma zu besuchen, Fotografieren war aber strengstens untersagt. Die medizinische Versorgung in den Zentren ist recht gut, überrascht waren wir von der Tatsache dass über 50% der aus Burma stammenden Patienten an Malaria erkrankt sind. In Maesot fiel uns der rege Handel mit Occasionsfahrzeugen und Nahrungsmitteln (Speiseöl, Glutaminat, Salz) auf, diese Güter werden mit primitiven Flossen über den Grenzfluss nach Burma überführt. Es ist für uns unverständlich wie die thailändische Regierung trotz der weltweiten Sanktionen gegenüber der burmesischen Miliärjunta diesen Handel zulässt. Die Fahrzeuge, meist Geländewagen der Marke Mitsubishi/Pajero, kommen aus Japan nach Laem Chabang, dem grössten Frachthafen des Landes in der Nähe von Bangkok. Von hier werden sie quer durch Thailand an die Grenze zu Burma überführt und verlassen das Land nicht über die offizielle Grenzstelle sondern mittels improvisierten Flossen über den Grenzfluss. In Burma werden die Transportgüter vermutlich den Gefolgsleuten der verhassten burmesischen Generäle und nicht der notleidenden Bevölkerung zu Gute kommen. Fotografieren war auch hier strengstens untersagt, handelt es sich dabei doch mit grosser Wahrscheinlichkeit um illegale Geschäfte.60km nördlich von Maesot befindet sich ein grosses Flüchtlingscamp, hier sollen derzeit nach Angaben der Verantwortlichen 40`000 Burmesen, meist Angehörige des Karen Stammes, leben.
Das Camp steht unter Oberaufsicht der UN, es wirkt sauber und ist sinnvoll organisiert, die Bewohner sind freundlich und dankbar. Im Vordergrund steht für sie die Sicherheit vor Uebergriffen durch die burmesische Armee. Auch Kinder werden immer wieder als Soldaten eingesetzt. Viele von ihnen versuchen ihr Land über den Salaween Grenzfluss nach Thailand zu verlassen um hier nach ihren Angehörigen zu suchen und vor allem Schutz zu finden.Im Flüchtlingscamp von Maesot fehlt ein Auffanglager für diese jugendlichen Ueberläufer, benötigt wird eine Unterkunft für 30-40 Personen. Die Kosten für deren Aufenthalt belaufen sich auf monatlich 50`000 Baht, dies entspricht 1500-2000 Schweizerfranken. Erfahrungsgemäss vergehen mehrere Monate bis die UN die neu eingetroffenen Flüchtlinge administrativ erfassen kann, erst dann bekommen sie Unterstützung in Form von Nahrungsrationen. Diese umfassen monatlich 15kg Reis und 1 Liter Speiseoel pro Person.
Das Hilfswerk Nongkai konnte seit Gründung im Jahre 2001 die beiden grossen Projekte in Nongkai und im Tsunamigebiet in der Provinz Phang-nga abschliessen und der lokalen Bevölkerung und deren Behörden übergeben konnte. Erfreulicherweise sind diese jetzt selbsttragend, was unsere Zielsetzung war. Im jetzigen Zeitpunkt unterstützen wir weiterhin die beiden Karen Bergdörfer Ban Doiliam und Ban Den, ausserdem ein Kinderdorf für Strassenkinder aus Bangkok in Pattalung.Wenn es die finanziellen Mittel erlauben, möchte unser Hilfswerk in Zukunft das Flüchtlingscamp in Maesot unterstützen mit Schwerpunkt Auffanglager für jugendliche burmesische Ueberläufer, welche die burmesische Armee aus begreiflichen Gründen desertiert haben. Wir stehen bereits in Kontakt mit dem burmesischen Verantwortlichen des Flüchtlingscamps, er ist bereit für die Durchführung unseres Projektes Verantwortung zu übernehmen. Unser langjähriger thailändischer Mitarbeiter und ehrenamtlicher thailändischer Jugendrichter Anurak Poonoo hat seinen Wohnsitz bereits nach Maesot verlegt um hier mitzuarbeiten und unsere geplanten Hilfsmassnahmen aus nächster Nähe zu überwachen.Aus naheliegenden Gründen sind infolge der weltweiten Finanzkrise auch bei unserem Hilfswerk die Spendeneingänge in den vergangenen 18 Monaten stark zurückgegangen. Trotzdem fühlt sich der Verein Hilfswerk Nongkai verpflichtet den schwerst geprüften Burmesen zu helfen wenn immer es die Geldreserven erlauben.
Kontakt Adresse:
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Spendenkonto PC 87-237360-3
Verein Hilfswerk Nongkai DS 2.Juni 2009


